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Sachtext · ca. 1 050 Worte
Nachschlagewerk  ·  Artikel IV ·  zur Kategorie § IV Gedenk-Obelisken
iv.

Der Gedenkobelisk im Überblick

Bauformen, Standorte und Materialien historischer Gedenkobelisken — sowie Miniatur-Repliken im heutigen Handel.
Gattung
Sachtext
Umfang
ca. 1 050 Worte
Stand
April MMXXVI
Quellen: öffentlich zugängliches Sachmaterial

1 · Begriff und Abgrenzung

Als Gedenkobelisk wird ein frei stehender, meist großformatiger Obelisk bezeichnet, der an ein Ereignis, eine Person oder eine Institution erinnert. Zu unterscheiden sind ägyptische Originale, in römischer oder nachantiker Zeit neu aufgestellte antike Obelisken sowie neuzeitliche Neuschöpfungen in Obeliskenform.

Vom einfachen Grabstein grenzt sich der Gedenkobelisk durch Bauhöhe und freistehende Aufstellung ab; vom Triumphbogen durch die geschlossene aufrechte Silhouette. Kleinere private Gedenksteine in Obeliskenform bleiben im Friedhofs- und Denkmalkontext gebräuchlich.

2 · Historische Beispiele

Unter den bekanntesten Gedenkobelisken stehen:

Daneben existieren zahlreiche kleinere Gedenkobelisken in Parks, auf Plätzen und an Schlachtfeldern des 18. und 19. Jahrhunderts.

3 · Materialien und Technik

Die ägyptischen Originale bestehen aus einem einzelnen Block roten oder grauen Granits von Assuan. Die Verlegungen in römischer Zeit (mit Spezialschiffen der Kaiserflotte) und die neuzeitlichen Transporte (Luxor, London, New York) zählen zu den aufwendigsten Operationen ihrer Epoche.

Neuzeitliche Gedenkobelisken werden häufig mehrteilig gefertigt; die Höhe und Masse ägyptischer Monolithe ist mit heutigen Transportmitteln zwar technisch zu überwinden, gilt aber als ungewöhnlich. Das Washington Monument ist mehrteilig aus Marmorblöcken errichtet, mit einem inneren Treppenaufstieg.

4 · Repliken im Handel

Im heutigen deutschsprachigen Handel werden drei Segmente unterschieden:

Die Abgrenzung zum dekorativen Obelisken ist fließend. Als Gedenkobelisk im engeren Sinn gelten Stücke, die eine konkrete historische Vorlage nachbilden; rein ornamentale Stücke ohne Vorbild zählen zu den dekorativen Obelisken.

Historische Angaben gemäß öffentlich zugänglicher kunstgeschichtlicher und architekturgeschichtlicher Referenzwerke. Ohne persönliche Autorenschaft.